Herzlich Willkommen,



hier finden Sie Informationen zum Wiederaufbau der Glockentürme in Ellrich
durch den Förderverein „Wiederaufbau Glockenturm St. Johannis in Ellrich“ e. V..

Hier können Sie dem Förderverein beitreten.

Aktuell:



Hier finden Sie den ersten Entwurf vom Glockenturm.

 

 

Vorstandssitzung Juni 2016



Zur Vorstandssitzung Juni treffen wir uns am 2.06.2016, 19:00 Uhr, im Pfarrhaus. Schwerpunkt ist die Vorbereitung des Bücherbasars zum Stadtfest am 11./12. Juni.

Einzug der Mitgliedsbeiträge für 2016



Am 20. April 2016 erfolgt nach einem Vorstandsbeschluss vom 07.04.2016 der Einzug der Mitgliedsbeiträge von den Mitgliedern, die eine Einzugsermächtigung erteilt haben.

RAG Südharz stellt Förderwürdigkeit fest



Für den Projektantrag "Erstellung einer Imagebroschüre" des Glockenturmvereins Ellrich hat der Fachbeirat der Regionalen Aktionsgruppe Südharz e.V. am 09.03.2016 die Förderwürdigkeit festgestellt.

Über die Förderfähigkeit entscheidet nun das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha.

 

Prominente Unterstützung für den Turmverein



Am 23.02.2016 besuchte die ehemalige Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Christine Lieberknecht, gemeinsam mit ihrem Ehemann unseren Förderverein.

In einer gemeinsamen Besprechung mit dem Förderverein und Vertretern der Kirchengemeinde Ellrich im Pfarrhaus informierte sich Frau Lieberknecht über die Vereinsarbeit, den Stand der Vorbereitung zum Wiederaufbau der Türme und die gegenwärtigen Arbeiten an den mittelalterlichen Turmresten.

Im Bild von links: Werner Zinram, Martin Bischoff, Christine Lieberknecht, Benjamin August, Annelie Lange.

 

 

 

 

Die Arbeiten am Mauerwerk haben begonnen



Nachdem im letzten Jahr ein Schutzdach über dem Westgiebel der St. Johanniskirche errichtet wurde, um das mittelalterliche Mauerwerk vor Witterungseinflüssen zu schützen, wurde jetzt mit dem zweiten Bauabschnitt zur Sicherung der Turmreste begonnen.

Das Aufbringen eines Zementmörtels mit einer großen Härte in den 1990er Jahren sollte einer Verschlechterung des Mauerwerkgefüges entgegenwirken. Durch diese große Härte bildete sich eine schalenartige Struktur des Mörtels, es konnte  allerdings kein Verbund mit dem bestehenden Natursteinmauerwerk entstehen.

Damit konnte die Feuchtigkeit über die Fugen zwar eindringen, aber sehr schlecht wieder entweichen, was die Übersättigung des Altmauerwerkes mit Wasser erklärt. Durch die sehr weichen Fugen können die Steine im Mauerwerkverbund nicht mehr halten, so dass sich Steine herauslösen und zu einer Unfallgefahr werden.

Daher war die dringlichste Aufgabe, das vorhandene Mauerwerk durch Beseitigung der harten Zementschale zu trocken und vor weiteren Witterungseinflüssen zu schützen. Alle später aufgebrachten Putze und Verfugungen müssen entfernt werden, die oberflächlichen Zementverstriche sind abzuklopfen und die Fugen zu öffnen. Der gesamte Mauerbereich muss allseitig frei von Luft umspült werden können.

Und genau diese Arbeiten werden jetzt unter den Planen ausgeführt, die zum Schutz der Umwelt vor Staubbelastungen dienen. Alle gelockerten Steine werden entfernt und zwischengelagert für eine spätere Wiederverwendung beim Aufbau der Glockentürme.

Nach der vollständigen Austrocknung der Mauerreste können diese dann nach einer nochmaligen Untersuchung in die statische Konzeption der Glockentürme eingebunden werden.

Für diesen zweiten Bauabschnitt werden Kosten von 35.000,00 € veranschlagt. Daran beteiligen sich die Evangelische Kirchengemeinde Ellrich, das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, der Evangelische Kirchenkreis Südharz und der Glockenturmverein Ellrich.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die dies durch ihre Zuwendung und aktive Unterstützung ermöglicht haben.

 

Die Turmreste sind überdacht!



Am 16.12.2014 wurden die Arbeiten zum Aufbau des Pultdaches beendet, die mittelalterlichen Turmreste sind nunmehr weitgehend geschützt gegen Witterungseinflüsse.

Die Gerüste wurden abgebaut, die Baustelle ist beräumt und die Sanierung des Natursteinmauerwerkes steht im Jahre 2015 an. Auch dafür werden wieder finanzielle Mittel benötigt, an denen sich der Glockenturmverein beteiligen wird.

 

 

 

 

 

 

Die Stahlkonstruktion steht



Nach dem Einbringen der Fundamente konnte nunmehr die Stahlkonstruktion aufgebaut werden. Diese trägt das Pultdach, das nun im nächsten Arbeitsschritt errichtet wird.

Dabei wird gleich die Verschalung am ober Giebel überarbeitet und die vorstehenden Balkenenden werden so gekürzt, dass sie nicht mehr der Witterung direkt ausgesetzt sind.

 

 

 

 

 

 

Und jetzt sind die Bagger dran...



Jetzt, wo die Gerüste am Westgiebel stehen, ist der Bagger im Einsatz, um die Streifenfundamente für die Stahlkonstruktion vorzubereiten.

Auch die Stahlteile selbst sind bereits in der Werkstattfertigung und Oberflächenbehandlung. Mitte November 2014 sollen auch diese Arbeiten abgeschlossen sein.

Für die Dachplatten ist die Freigabe durch den Statiker erfolgt.

Wir hoffen auf einen weiterhin störungsfreien Baufortschritt!

 

 

 

 

 

Ein wichtiger Schritt: Die Bauarbeiten haben begonnen!



Am 20.10.2014 haben die Bauarbeiten am Westgiebel der Kirche mit dem Ziel begonnen, diesen zu sanieren und vor weiterem Verfall zu schützen: Eine Grundvorraussetzung zum Wiederaufbau der Türme.

Noch in diesem Jahr wird bis Mitte Dezember ein archäologisches Schutzdach über der Westwand errichtet, um diese vor weiteren schädlichen Wettereinflüssen zu schützen. Allein für diesen Projektteil werden Kosten von 77.000,00 € veranschlagt, die durch folgende Finanzierung gedeckt werden:

  • Baulastfonds Ev. Kirchenkreis Südharz 21.000,00 €
  • Ev. Kirchgemeinde Ellrich 5.200,00 €
  • Glockenturmverein Ellrich 20.000,00 €
  • Stiftung KiBa 10.000,00 €
  • Vereinigte Kirchen- und Klosterkammer 7.800,00 €
  • Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie 13.000,00 €

Für 2015 ist der Ausbau des schadhaften Mauerwerks geplant, hierfür werden Kosten von 35.000,00 € angesetzt.

Bauherr ist die Evangelische Kirchgemeinde Ellrich, die Projektierung und Bauleitung liegt bei SMITS + PARTNER, Erfurt.

Der Glockenturmverein freut sich, einen Großteil der Finanzierung für dieses Projekt übernehmen zu können. Zeigt es doch, dass beharrliche Arbeit und realistische Visionen zu Ergebnissen führen.

Die Glocken der St. Johanniskirche



Etwas verlassen und leicht angerostet stehen sie heutzutage rechts und links des Altarraumes im weiten Kirchenschiff: Die Glocken der St.Johanniskirche. Liebevoll geschmückt zwar durch die Kirchengemeinde zu festlichen Anlässen, bestaunt und begutachtet von Besuchern der Kirche, aber doch stumm und fernab ihrer Bestimmung.

Und was muss das doch für ein Festumzug in Ellrich gewesen sein, als am 3. Januar 1908 die vom Bochumer Gussstahlverein gegossenen und gelieferten Glocken am Bahnhof ankamen und auf vier Tafelwagen durch die Straßen der Stadt zur Kirche geleitet wurden. Stolz waren die Ellricher, dass der Wiederaufbau der Kirche nach dem verheerenden Brand von 1907 schon so bald wieder abgeschlossen war. Zwar war der Moll-Akkord h-d1-f1-gis1 ein ungewohnter Klang, war man doch an den schönen Dur-Akkord c1-e1-g1 gewöhnt. Aber, wie der damalige Oberpfarrer Reinicke zu berichten wusste, kam selbst aus den umliegenden Dörfern viel Zustimmung für dieses festliche Geläut im „Plenum“, wenn also alle vier Glocken gleichzeitig ertönten.

Die erste und größte Glocke (Nennton h) wiegt ohne Klöppel etwa 46 Zentner und trägt die Inschrift: „EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE, FRIEDE AUF ERDEN UND DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN“. Die Glocke mit dem Nennton d1 (27 Zentner) trägt die Inschrift nach dem bekannten Kirchenlied von Martin Luther: „EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT“. Zwanzig Zentner wiegt die Glocke mit dem Nennton f1, sie trägt die Inschrift: „FRIEDE SEI MIT EUCH!“. Die kleinste Glocke (Nennton gis1) wiegt immerhin noch 14 Zentner und verkündet die Einladung: „KOMMT, DENN ES IST ALLES BEREIT“.

Das Festgeläut der St.Johanniskirche wurde 1955 vom damaligen staatlichen Rundfunk der DDR aufgezeichnet, zu besonderen Anlässen ist diese Aufnahme in der Kirche zu hören. Letztmalig erklangen die Glocken im Dezember 1957, bevor sie 1962 ausgebaut wurden. 1964/1965 wurden die Glockentürme bis auf wenige Reste abgerissen, die nun selbst auch noch vor dem Verfall stehen.

Der Glockenturmverein hat mit dem Glockenbeauftragten des Landeskirchenamtes über Maßnahmen zur Bewahrung der Glocken gesprochen. Danach ist davon auszugehen, dass diese Glocken eine hohe Standfestigkeit besitzen, so dass die berechtigte Hoffnung besteht, dieses festliche Geläut wieder in Ellrich zu hören. Auch der Klang der Glocken der Ellricher Hauptkirche ist ein Stück Heimat, das es zu bewahren gilt. Dafür bittet der Glockenturmverein um breite Unterstützung.

(Ellricher Zeitung, Februar 2014)